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	<title>Kommentare zu: Amstetten und das Gesicht der Medien</title>
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	<description>Ich bringe Wörter in die richtige Reihenfolge. So, dass sie verständlich sind. So, dass sie informieren und unterhalten. So, dass sie Wirkung erzielen.</description>
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		<title>Von: medienknete</title>
		<link>http://www.davidbauer.ch/2008/05/04/amstetten-und-das-gesicht-der-medien/comment-page-1/#comment-31</link>
		<dc:creator>medienknete</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 May 2008 15:31:22 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe die Berichterstattung in der Boulevardpresse nicht verfolgt, aber was in den &quot;seriösen Medien&quot; darüber berichtet wurde, war mir auch schon zu viel. Den vollständigen Namen des Täters - seine Opfer haben ja den selben Nachnamen - findet man inzwischen fast überall. Vielleicht dachte man sich: &quot;Na wenn die anderen das machen, dann dürfen wir auch.&quot;

Die Unterscheidung zwischen &quot;Interesse&quot; und &quot;Interessiertheit&quot; war für mich sehr erhellend. Das scheint tatsächlich nicht allen Journalisten so ganz klar zu sein. So schreibt z.B. Bernd Pickert von der TAZ: &quot;Das Interesse an einem Verhalten, das so stark von der Norm abweicht, muss nicht nur von Moral getrieben sein, um legitim zu bleiben&quot;, und auch Dr. Kai Gniffke spricht auf blog.tagesschau.de von einem &quot;legitimen Interesse&quot;. Was heißt hier &quot;legitim&quot;? Ich verstehe die beiden so: &quot;Die Leute interessieren sich dafür, und angesichts dieses extremen Falles ist es ihr gutes Recht, dass sie sich dafür interessieren&quot;. Stimmt schon, jeder darf sich interessieren, fragt sich nur, ob die Leute auch ein Recht darauf haben, informiert zu werden. 

Aber vielleicht ist die Diskussion nur aufgesetzt? Tatsache ist, dass ja niemand an dem Thema vorbeigekommen ist, egal ob Boulevard oder nicht. Was soll man machen, wenn ein solches Thema tagelang im Gespräch ist, und einem irgendwann das &quot;neue&quot; Material fehlt? Ich erinnere mich noch genau an den ersten Fernsehbericht über den Fall in der Tagesschau: Mangels besserer Bilder wurden einfach Filmaufnahmen des Krankenhauses gezeigt, in das eines der Opfer eingeliefert worden war. Da klaffte die Schere zwischen Text und Bild schon gewaltig. Um interessant zu bleiben, muss das Nachrichtenmedium dem Rezipienten das liefern, wofür der sich (vermeindlich) interessiert, selbst wenn dabei Persönlichkeitsrechte Dritter verletzt werden. Die Medien sind nicht &quot;die Bösen&quot;, sondern irgend wie auch nur Opfer des &quot;Systems&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe die Berichterstattung in der Boulevardpresse nicht verfolgt, aber was in den &#8220;seriösen Medien&#8221; darüber berichtet wurde, war mir auch schon zu viel. Den vollständigen Namen des Täters &#8211; seine Opfer haben ja den selben Nachnamen &#8211; findet man inzwischen fast überall. Vielleicht dachte man sich: &#8220;Na wenn die anderen das machen, dann dürfen wir auch.&#8221;</p>
<p>Die Unterscheidung zwischen &#8220;Interesse&#8221; und &#8220;Interessiertheit&#8221; war für mich sehr erhellend. Das scheint tatsächlich nicht allen Journalisten so ganz klar zu sein. So schreibt z.B. Bernd Pickert von der TAZ: &#8220;Das Interesse an einem Verhalten, das so stark von der Norm abweicht, muss nicht nur von Moral getrieben sein, um legitim zu bleiben&#8221;, und auch Dr. Kai Gniffke spricht auf blog.tagesschau.de von einem &#8220;legitimen Interesse&#8221;. Was heißt hier &#8220;legitim&#8221;? Ich verstehe die beiden so: &#8220;Die Leute interessieren sich dafür, und angesichts dieses extremen Falles ist es ihr gutes Recht, dass sie sich dafür interessieren&#8221;. Stimmt schon, jeder darf sich interessieren, fragt sich nur, ob die Leute auch ein Recht darauf haben, informiert zu werden. </p>
<p>Aber vielleicht ist die Diskussion nur aufgesetzt? Tatsache ist, dass ja niemand an dem Thema vorbeigekommen ist, egal ob Boulevard oder nicht. Was soll man machen, wenn ein solches Thema tagelang im Gespräch ist, und einem irgendwann das &#8220;neue&#8221; Material fehlt? Ich erinnere mich noch genau an den ersten Fernsehbericht über den Fall in der Tagesschau: Mangels besserer Bilder wurden einfach Filmaufnahmen des Krankenhauses gezeigt, in das eines der Opfer eingeliefert worden war. Da klaffte die Schere zwischen Text und Bild schon gewaltig. Um interessant zu bleiben, muss das Nachrichtenmedium dem Rezipienten das liefern, wofür der sich (vermeindlich) interessiert, selbst wenn dabei Persönlichkeitsrechte Dritter verletzt werden. Die Medien sind nicht &#8220;die Bösen&#8221;, sondern irgend wie auch nur Opfer des &#8220;Systems&#8221;.</p>
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		<title>Von: Nach Amstetten: Österreich verschärft Sexualstrafrecht! &#187;</title>
		<link>http://www.davidbauer.ch/2008/05/04/amstetten-und-das-gesicht-der-medien/comment-page-1/#comment-29</link>
		<dc:creator>Nach Amstetten: Österreich verschärft Sexualstrafrecht! &#187;</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 May 2008 23:30:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbauer.ch/?p=91#comment-29</guid>
		<description>[...] zum Thema Amstetten: 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15 - 16 - 17 - 18 - 19 - 20&#160;- 21 - 22 - 23 - 24 - 25 - 26 - [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] zum Thema Amstetten: 1 &#8211; 2 &#8211; 3 &#8211; 4 &#8211; 5 &#8211; 6 &#8211; 7 &#8211; 8 &#8211; 9 &#8211; 10 &#8211; 11 &#8211; 12 &#8211; 13 &#8211; 14 &#8211; 15 &#8211; 16 &#8211; 17 &#8211; 18 &#8211; 19 &#8211; 20&nbsp;- 21 &#8211; 22 &#8211; 23 &#8211; 24 &#8211; 25 &#8211; 26 &#8211; [...]</p>
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